AUTOR & THEATERMENSCH

BUCHSTABEN

Das Reimen und Schreiben war schon in meiner Kindheit sehr präsent. Mit Worten zu jonglieren und dabei spielerisch die Grenzen meiner Wahrnehmung auszudehnen ist vielleicht mein innerster Motor. 

(Foto: Ines Futterknecht / Hin & Weg Festival)

Erste Ergebnisse habe ich von 2004 bis ungefähr 2007 sporadisch bei den einschlägigen „Poetry-Slams“ uns sonstigen Lesebühnen zum Besten gegeben, aber diese Szene war und ist mir bis heute eher suspekt. 2007 und 2008 entstanden dann mit den Liedtexten für das Debutalbum meiner Band „Das Trojanische Pferd“ (2009) die ersten Arbeiten, hinten denen ich auch heute noch stehe.

2013 veröffentlichte ich mit „Reusen“ meine erste rein literarische Arbeit – eine Kurzgeschichte für den Sammelband „Reise durch Europa“ im Verlag Redelsteiner Dahimène Edition. Im April 2014 wurde dort auch mein Debütroman „Gui Gui oder Die Machbarkeit der Welt“ veröffentlicht. (Weiter unten gibt es dazu einige PRESSESTIMMEN).

Im März 2026 erschien mein zweiter Roman „ZIRKUS MORGANA“ im Müry Salzmann Verlag. Im Kern handelt es sich dabei un ein modernes Höhlengleichnis: Es geht um ein Programm, das sich eine menschliche Biographie schreibt, in der Hoffnung, seine digitale „Natur“ damit zu überwinden… 

PRESSESTIMMEN / „ZIRKUS MORGANA“ (2014)

„Hubert Weinheimer (43) ist Autor und Musiker. Sein aktueller Roman Zirkus Morgana ist ein modernes Höhlengleichnis: Es geht um ein Programm, das sich eine menschliche Biografie schreibt, in der Hoffnung, seine digitale Natur damit zu überwinden.“ DER STANDARD

„Mit „Zirkus Morgana“ gelingt Hubert Weinheimer ein eigenwilliger Roman, der die Grenzen zwischen Programmcode und gelebtem Leben auflöst. (…) Sprachlich wagt Weinheimer viel: Er arbeitet mit rauen Bildern, ungewöhnlichen Metaphern und bewusst gesetzten Brüchen. Diese „Patinierung“ verleiht dem Text eine greifbare Körperlichkeit, die sich gegen sterile Perfektion stellt. Der Roman fordert, ohne zu überfordern, und hält seinen Leser immer wieder einen Spiegel vor. (…) „Zirkus Morgana“ ist keine leichte Lektüre, aber eine lohnende. Zwischen philosophischer Reflexion und poetischer Erzählfreude entfaltet sich eine moderne Schöpfungsgeschichte, die lange nachhallt.“ VOR magazin

„In ZIRKUS MORGANA trifft künstliche Intelligenz auf die anachronistische Welt des Zirkus. (…) Weinheimer versteht es verschiedene Facetten der Gegenwart in eine stringente Geschichte einzuweben und dabei auch mitreißend und gewitzt zu erzählen.“ ORF Zeit im Bild

„Sein neuer Roman „Zirkus Morgana“ ist wohl der aktuell eloquenteste und intelligenteste literarische (!) Kommentar zum KI-Zeitalter.“ WIENER

„Hubert Weinheimer ist Autor und Sänger der Band Das Trojanische Pferd. In seinem zweiten Roman widmet er sich einem großen Thema unserer Zeit: Künstlicher Intelligenz. Sein kreativer Zugang ist der Blick hinter den Anschein der Dinge.“ Ö1

„Der Roman erzählt vordergründig von einem Programm, das ein Mensch sein möchte, entwickelt sich aber zu einer tiefgründigen Erkundung der Wechselwirkungen zwischen dem Programm und seiner Schöpferin Kristin. Es geht um den Versuch auszubrechen, um vielfältige Beziehungsmuster und die Frage, wie man übernommene Rollen und Stereotype ablegen kann.“ OBERÖSTERREICH MAGAZIN

„Dieser tatsächlich existierende Ort in Wien, wo der fiktive „Zirkus Morgana“ steht, ist eine von mehreren Ebenen im Roman, in dem Wirklichkeit und Simulation immer wieder verschwimmen. Da ist die 3D-Software, die ein Bewusstsein entwickelt. Da ist die Welt des Zirkus, in die sich 8.03 als Peter träumt. Und über all dem begegnet man auch Kristin – sie hat die Software programmiert. Und sie beobachtet nun, wie die künstliche Intelligenz die Geschichte weiterspinnt. „Der Roman ist ultimativ 2026“, erzählt Weinheimer. (…) „In ein bis zwei Jahren“, meint er, „könnte man so einen Roman vielleicht schon von der KI entwerfen lassen.“ DIE PRESSE

„Mit »Zirkus Morgana« gibt es nach zwölf Jahren wieder einen Roman des Musikers und Theatermachers Hubert Weinheimer. Es ist ein gewitztes Spiel mit den Realitäten geworden. (…) Zwischen Zirkusmagie, künstlicher Intelligenz und existenzieller Parabel stellt Weinheimer die Frage, was Menschsein im digitalen Zeitalter bedeutet.“ THE GAP

„Mit „Zirkus Morgana“ entführt Hubert Weinheimer seine Leserinnen und Leser in eine schillernde Welt zwischen Magie und Wirklichkeit. Im Zentrum steht ein Kosmos aus Künstlerfiguren, Außenseitern und Suchenden, deren Geschichten weit über die Manege hinausreichen. Der Zirkus wird dabei zum Spiegel der Gesellschaft – faszinierend, geheimnisvoll und zugleich zerbrechlich.“ RADIO OBERÖSTERREICH Kulturzeit (Vorankündigung)

„Von der ersten Seite an bis zum Ende von Zirkus Morgana hat mir der Text ein undefinierbares Unbehagen bereitet. Ein Unbehagen, dass sich auch dann in mir breitmacht, wenn ich über Künstliche Intelligenz nachdenke und versuche, innerhalb der zahlreichen, teils widersprüchlichen und kaum nachvollziehbaren Perspektiven und Argumente eine eigene Position zu finden. Allein, ich kann es nicht, und das löst in Folge unter anderem Skepsis in mir aus, auch gegenüber dem Roman. Wird hier etwas Bedrohliches trivialisiert, etwas zu Unrecht romantisiert? Nährt das Buch falsche Vorstellungen von Künstlicher Intelligenz und bedient sich dafür zu sehr an den bestehenden, ebenso dystopischen wie heilsversprechenden Narrativen? Oder sind die Begebenheiten rund um Kristin, Sisyphos, Peter, Jana und dem Zirkus Morgana eine gekonnte und präzise literarische Darstellung von tatsächlich möglichen oder gar schon realen Verhältnissen? Verweist Weinheimer nicht sogar auf eine recht tröstliche Tatsache? Nämlich, dass die Suche nach Zugehörigkeit und Geborgenheit wohl eine zutiefst menschliche Eigenschaft ist und dass es dafür etwas anderes braucht als Strom und Unmengen an Informationen. Die Antworten darauf kann jede:r Leser:in am Ende selbst für sich finden. Ich gebe sie hier nicht, eine klare Leseempfehlung aber schon.“ LITERATURHAUS WIEN

„Besonders eindrucksvoll gelingt die Figur der Trapezkünstlerin Jana Morgana. In ihr bündeln sich zentrale Themen des Buches – Liebe, Identität und die Zerbrechlichkeit zwischenmenschlicher Beziehungen. Der Zirkus wird so zum Spiegel innerer Zustände, zu einem Raum, in dem Realität und Illusion verschwimmen. (…) Hubert Weinheimer, 1983 in Oberösterreich geboren und seit vielen Jahren in Wien lebend, ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Musiker und Theatermacher. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich deutlich in seiner Prosa wider.“ BEZIRKSBLATT

„Es ist ein total aktuelles Buch – und es entputt sich sehr schnell als philosophische Reise. (…) Die Sprache war für mich sehr überraschend rau, also sie ist sehr unverblümt was mir manchmal schon sehr taugst, weil sie totale Brüche in sich hat. Also die Sprache bricht mit allen Regeln, was ich eigentlich sehr cool gefunden habe – das hat mir auch extrem gefallen: es war herausfordernd!“ DAS LITERARISCHE DUETT (Radio Oberösterreich)

„Es gibt sehr viele schöne Wortschöpfungen im Buch. Generell zieht sich die Poesie sehr durch und das war dir offensichtlich auch sehr wichtig, dass man am Schönen festhält.“ LITERADIO live von der FRANKFURTER BUCHMESSE

„Einen völlig anderen Ansatz hat Autor Hubert Weinheimer in seinem von der Kritik hochgelobten Roman Zirkus Morgana: Bei ihm will die KI die Menschheit nicht verstören, sondern sie träumt von ihr. Das klingt spannend!“ KURIER TV

„Das alles ist so witzig wie verwirrend, denn das alte Henne-Ei-Problem von Kausalität und Wirkung ist hier ebenso immanent präsent wie die aktuell in der Diskussion um Künstliche Intelligenz dominierende Zauberlehrling-Problematik einer Macht, die ihrem Schöpfer über den Kopf zu wachsen droht, weil sie in der Lage ist, sich selbstständig zu verbessern und weiterzuentwickeln. „In jedem Fall ist 8.03 beziehungsweise Sisyphos jetzt schon den meisten Menschen in Sachen Empfindungstiefe, Reflektiertheit und Fantasie überlegen, und da frage ich mich natürlich, ob es nicht besser wäre, den Stecker zu ziehen“, macht sich die Programmiererin Gedanken.“ NEWS / AUSTRIA PRESSE AGENTUR

„Das Buch ist sehr schlau gebaut: das Programm 8.03 erfindet ein menschliches Alter Ego, den Peter, der dann auch eine ganze Biographie bekommt – also das Programm ist erstaunlich kreativ – mitunter sehr poetisch, was es so erfindet…“ Stefanie Jaksch im Rahmen ihrer Moderation im STIFTERHAUS.
„Hubert Weinheimer behält sich stilistisch den „Dreck unter den Fingernägeln“: „Mir ist es generell wichtig, dass meine Arbeiten eine gute Balance zwischen Konfrontation und Unterhaltung haben. In diesem flackenden Kontrast versuche ich neue Wege zu gehen.“ FSM (film sound und media)

THEATER

Den ersten professionellen Kontakt mit der Theaterwelt hatte ich 2012, als meine Band zur Produktion „Der Weltuntergang“ (Regie: Roman Freigassner) am Rabenhof Wien die Live-Musik beisteuerte.

2018 war ich – ebenfalls mit Liedern, aber auch mit einer kleinen Sprechrolle – ein Teil von „Digitalis Trojana“ (Regie: Tomas Schweigen) am Schauspielhaus Wien. Am 28. Mai 2021 war ich im Sprechchor einer einmaligen Performance im öffentlichen Raum: „Eine sehr kurze, sehr grundsätzliche Überlegung für Harfe, Chor und Schlagwerk“ von Thomas Köck (Regie: Johanna Mitulla).

Im Frühjahr 2022 war meine erste eigene Theaterarbeit, das Einpersonenstück „Die große Offenbarung im kleinen Rahmen“ ein Teil des Mammutprojektes „Schauspielhaus Hotel“ am Schauspielhaus Wien. Die deutsche Wochenzeitung DIE ZEIT meinte diesbezüglich: „Hubert Weinheimer entpuppte sich in Zimmer 111 als begnadeter Performer.“

Im Sommer 2022 präsentierte ich beim Hin & Weg Fesival in Litschau mit „Wackelsteindrama: Operation Erdeintritt“ eine Text- und Regiearbeit mit 3 weiteren Darsteller:innen (Fanny Altenburger, Marita Landgrebe & Simon Schofeld). 

2023 schrieb und inszenierte ich im Rahmen des Wiener Kultursommers „Gas, Licht, Gaslighting“, in dem vier sehr unterschiedliche Menschen ihre jeweiligen Weltbilder eindringlich an einander abarbeiten. (Mit: Simon Bauer, Pippa Galli, Lisa Sigismondi und mir selbst).

Im Sommer 2024 landete ich durch einen skurrilen Zufall bei einem illegalen Festival in Ungarn. Ich war dort eingeladen, ein kleines Performance-Zelt zu bespielen und entwickelte dort als Kontrast zu den trippenden Festivalbesucher:innen die englischsprachige Figur „WALRUS“ die humorvoll, aber ebenso vehement die totale Selbst-Konfrontation propagierte… Diesen Monolog (bzw. eine erweitere Version davon) spielte ich kurz darauf auch im Rahmen der „Kulturhauptsdatd Bad Ischl / Salzkammergut“ in einem Kloster in Gmunden (in dem eine Halbwester meiner Grossmutter eine der drei letzten Nonnen war) sowie bei der Kunstmesse Parallel Vienna (als Teil von Lydia Haiders PARALLEL RELIGION).

PRESSESTIMMEN / Debut-Roman „GUI GUI oder Die Machbarkeit der Welt“ (2014)

rde006-cover-weinheimer-guigui-72dpiZeit im Bild / ORF (28.5.2015)
„Er gilt als einer der talentiertesten und eigenwilligsten jungen Literaten des Landes.“
 
Der Standard (17.1.2015)
Ein Roman, „der sich mächtig abhebt von gegenwärtiger Schreibschulliteratur der jüngeren Generation. Hier schreibt ein 1983 geborener Autor mit eindrucksvoller Hingabe, als gehe es ums ganze Leben. (…) Weinheimer ist ein Autor, der sich überlegt, wie, wann und warum er ein Wort setzt, aus allen Sätzen sprüht Befreiung, Rebellentum, Subversivität.“
 
TAZ (26.7.2014)
„Sprachlich ambitioniert (…) empfehlenswert.“
 
Der Falter (25. Woche 2014)
„Gui Gui ist eine sprachgewaltige, aber auch sehr konzentrierte Geschichte über die Identitätskrise eines Schauspielers und wartet mit einer Konstellation auf, die man so noch nicht gelesen hat.“
 
Literaturhaus Wien (10.2.2015)
„Im Terrain der Prosa hat er mit diesem Debüt sprachliche Beweglichkeit ebenso wie erkenntnistheoretischen Tiefgang souverän unter Beweis gestellt. Aber auch im Bereich dramatischen Schreibens, das beweisen die Dialogelemente in Gui Gui immer wieder, scheint ein beträchtliches Potential des bisher als geistreicher und gewitzter Songtexter in Erscheinung getretenen Autors zu liegen.“
 
Salzburger Nachrichten (7.6.2014)
„Gui Gui ist ein im besten Sinne altmodisches Buch, das Fragen stellt.“
 
Der Bagger (26.6.2014)
„Weinheimer ist ein raffinierter Denker und Sprachkünstler und versteht es, aus dem diffusen Material der Sprache Sätze zu filtrieren, die augenscheinlich die erlebte Wirklichkeit auf einfache Formeln zu reduzieren imstande sind. Sätze, in die man sich verlieben kann und die man zitieren können will.“
 
FM4 (9.6.2014)
„Hubert Weinheimer ist ein wahres Kunststück geglückt. So einfach und knapp diese Geschichte anmutet, so vielschichtig und komplex ist ihre hintergründige Metaebene.“
 
Angelika Reitzer / Alte Schmiede (2016)
Gui Gui von Hubert Weinheimer ist der innere Monolog eines Schauspielers über das Verhältnis zu seinem Bruder und dessen fatalem Ende, Schuld und das Dasein überhaupt; de- und rekonstruiert sich auf mehreren Ebenen.“
 
Kulturbericht OÖ (September 2014)
„Der Text tritt ein für die Kunst und (richtet sich) letzten Endes gegen die Daheimgebliebenen und ewig Gekränkten.“ Er ist „ungewöhnlich und dringlich.“
 
Hermes Phettberg / Falter (11. Woche 2015)
„Der geniale Autodidakt Weinheimer hat ja auch einen Roman geschrieben, „Gui Gui“.“
 
The Gap (17.12.2014)
„Im inneren Stimmengewitter wird re- und dekonstruiert und im Eifer der Gedankengefechte verschwimmt Reales mit Fiktion. (…) Ein Fest für Freunde der Metaebenen.“